Glossar der wichtigsten technischen Fachbegriffe

In diesem Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Datenrettung für Privatkunden in Österreich. Sie erfahren, was hinter Meldungen wie „Festplatte wird nicht erkannt“ steckt, welche Rolle SSDs, USB-Sticks, NAS-Systeme und Cloud-Backups spielen und wann eine professionelle Datenrettung sinnvoll ist. So verstehen Sie besser, was mit Ihren Daten passiert und wie Sie Datenverlust künftig vermeiden können.

Begriff Erklärung
Analysebericht Abschlussbericht einer Datenrettung oder forensischen Untersuchung. Er dokumentiert Schäden, durchgeführte Maßnahmen, Ergebnisse und – im Forensik-Fall – eine rechtlich verwertbare Bewertung der Beweise.
AOMEI Backupper Kostenloses Backup-Programm für Windows. Es erstellt Sicherungen von System, Festplatten oder Partitionen und unterstützt inkrementelle und differentielle Backups – ideal, um im Notfall den PC oder einzelne Dateien wiederherzustellen.
AOMEI Partition Assistant Partitionierungswerkzeug für Windows mit grafischer Oberfläche. Es kann Partitionen anlegen, verschieben, löschen oder zusammenführen und unterstützt unter anderem die Systemmigration auf SSD sowie das Umwandeln von NTFS nach FAT32 und umgekehrt.
Arbeitsspeicher (RAM) Flüchtiger Speicher eines Computers, in dem laufende Programme und Daten liegen. Nach dem Ausschalten ist der Inhalt verloren. In der Forensik kann eine RAM-Analyse Passwörter, laufende Prozesse oder Spuren von Schadsoftware sichtbar machen.
ATA / IDE Ältere Anschlussart für Festplatten mit breiten Flachbandkabeln. ATA bzw. IDE wurde in PCs lange eingesetzt, später aber weitgehend durch das schnellere, serielle SATA abgelöst.
Backup (Datensicherung) Zusätzliche Kopie wichtiger Daten auf einem unabhängigen Medium (z.B. externe Festplatte, NAS oder Cloud). Ein Backup schützt vor dauerhaftem Verlust – ein RAID-System allein ersetzt keine echte Datensicherung.
Bad Sector (Sektorfehler) Defekter Bereich auf einer Festplatte, der sich nicht mehr zuverlässig lesen oder schreiben lässt. Häufen sich solche Sektoren, drohen Datenverluste. Spezielle Tools versuchen, Daten aus schwer lesbaren Bereichen dennoch auszulesen.
Beweissicherung Forensischer Prozess, bei dem digitale Spuren schreibgeschützt ausgelesen und lückenlos dokumentiert werden. Ziel ist, Originaldaten nicht zu verändern und die Beweise später vor Gericht verwenden zu können.
BleachBit Open-Source-Tool zum Löschen von temporären Dateien, Cache und anderen Systemresten unter Windows und Linux. Es schafft Speicherplatz und hilft, Spuren der Nutzung zu reduzieren – der Fokus liegt auf Reinigung, nicht auf Defragmentierung.
Bootsektor Erster Sektor eines Datenträgers oder einer Partition, der Informationen zum Start eines Systems enthält. Ist der Bootsektor beschädigt, kann das Betriebssystem nicht mehr korrekt gestartet werden.
Byte-Ebene Analyse direkt auf der untersten Datenebene. Dateien, Speicher oder Datenträger werden Byte für Byte – meist mit einem Hex-Editor – untersucht. So lassen sich auch versteckte oder manipulierte Informationen nachweisen.
Clonezilla Linux-basiertes Live-System zum sektorweisen Klonen von Festplatten und Partitionen. Es eignet sich zum Umzug auf neue Datenträger, zur Sicherung kompletter Systeme und zur Erstellung forensischer Images.
CompactFlash-Karte Älteres Speicherkartenformat, häufig in professionellen Digitalkameras verwendet. Bei schweren Defekten müssen die enthaltenen Flash-Chips oft direkt im Labor ausgelesen werden, um Fotos oder Videos zu retten.
Controller-Platine (PCB) Elektronikplatine einer Festplatte oder SSD. Sie steuert Motor, Köpfe bzw. Speicherchips und enthält oft die Firmware. Überspannung oder Bauteildefekte können die Platte lahmlegen – in manchen Fällen hilft eine passende Ersatzplatine mit übertragener Firmware.
CrystalDiskInfo Freeware zur Überwachung von Festplatten und SSDs. Das Programm liest S.M.A.R.T.-Werte aus, zeigt Temperatur, Betriebsstunden und Fehlerzähler und warnt bei kritischen Auffälligkeiten – ideal zur Früherkennung von drohenden Ausfällen.
Dateisystem Art und Weise, wie ein Datenträger Dateien organisiert und verwaltet. Beispiele sind NTFS, FAT32 oder ext4. Fehler im Dateisystem führen dazu, dass Laufwerke leer oder nicht formatiert wirken, obwohl die Daten oft noch vorhanden sind.
Datenintegrität Bezeichnet die Unversehrtheit und Korrektheit von Daten. Sie ist verletzt, wenn Inhalte verändert, beschädigt oder unvollständig gespeichert werden – etwa durch Bitfehler, Malware oder abgebrochene Schreibvorgänge.
Datenträger-Imaging Erstellung einer bitgenauen Kopie eines Datenträgers in eine Image-Datei. In der professionellen Datenrettung und Forensik wird immer zuerst ein Image erzeugt, um weitere Arbeiten auf der Kopie durchzuführen und das Original zu schützen.
Defraggler Kostenloses Programm zur Defragmentierung klassischer Festplatten. Es ordnet verstreute Dateiblöcke neu, um Zugriffszeiten zu verbessern. Für SSDs ist Defragmentierung nicht sinnvoll und sollte vermieden werden.
DMDE (DM Disk Editor and Data Recovery) Leistungsfähiges Datenrettungswerkzeug mit Hex-Editor und Recovery-Funktionen. Es kann beschädigte Dateisysteme analysieren, verlorene Partitionen finden und Daten auch in komplexen Fällen wiederherstellen – eher für fortgeschrittene Anwender geeignet.
Duplicati Open-Source-Backupsoftware für Windows, macOS und Linux. Sie sichert Daten verschlüsselt, inkrementell und kann sowohl lokale Ziele als auch viele Cloud-Dienste nutzen – inklusive Versionierung früherer Backup-Stände.
EaseUS Data Recovery Wizard Kommerzielle Datenrettungssoftware für Windows und macOS. Sie hilft beim Wiederherstellen gelöschter, formatierter oder anderweitig verlorener Dateien auf Festplatten, SSDs und Wechseldatenträgern. Eine Testversion zeigt, welche Daten sich retten lassen.
EaseUS Partition Master Partitionierungs-Tool für Windows mit kostenlosen Grundfunktionen. Es kann Partitionen vergrößern, verkleinern, verschieben und unterstützt die Umwandlung von Datenträgern zwischen MBR und GPT – bei komplexeren Szenarien ist die Pro-Version nötig.
Elektronikschaden Defekt elektrischer Bauteile eines Datenträgers, etwa der Controller-Platine einer Festplatte oder SSD. Typische Ursache sind Überspannung oder Kurzschlüsse. Der Datenträger wird oft nicht mehr erkannt und muss im Labor elektronisch repariert oder teilrekonstruiert werden.
Eraser Windows-Programm zum sicheren Löschen von Dateien. Es überschreibt ausgewählte Daten und freien Speicher mehrfach mit speziellen Mustern, sodass selbst Profi-Tools die gelöschten Inhalte in der Regel nicht mehr wiederherstellen können.
ext4 Weit verbreitetes Linux-Dateisystem mit Journaling und Unterstützung großer Volumes. Es ist robust und performant. Bei Datenverlust kommen spezielle Linux-Tools und Techniken wie Datei-Carving zum Einsatz.
FAT32 Älteres, sehr kompatibles Dateisystem, das häufig auf USB-Sticks und Speicherkarten verwendet wird. Es ist einfach aufgebaut, unterstützt aber keine Dateien über 4 GB und bietet kaum Sicherheitsfunktionen.
Firmware-Fehler Störung in der internen Steuersoftware eines Datenträgers oder Controllers. Die Folge sind oft nicht mehr erkannte Laufwerke oder merkwürdige Fehlfunktionen. In Speziallaboren kann die Firmware oft wiederhergestellt oder repariert werden.
Formatierung Vorbereitung eines Datenträgers für ein bestimmtes Dateisystem. Dabei werden Verzeichnisse und Zuordnungen gelöscht. Nach einer Schnellformatierung sind Daten häufig noch wiederherstellbar, solange nicht weiter auf den Datenträger geschrieben wird.
Fragmentierung Zerlegung einer Datei in mehrere über die Festplatte verteilte Blöcke. Das verlangsamt Zugriffe auf HDDs. Defragmentierung ordnet diese Blöcke wieder zusammen. SSDs sollten nicht defragmentiert werden, da sie davon nicht profitieren.
GParted Kostenloses Partitionierungstool mit grafischer Oberfläche, häufig als Live-System genutzt. Es erlaubt das Erstellen, Verschieben, Vergrößern und Löschen von Partitionen auf vielen Dateisystemen.
GPT (GUID Partition Table) Modernes Partitionierungsschema als Nachfolger des MBR. GPT unterstützt sehr große Festplatten und viele Partitionen und speichert die Partitionstabelle redundant mit Prüfsummen, um Fehler besser zu erkennen.
GSmartControl Open-Source-Tool zur Auswertung von S.M.A.R.T.-Daten. Es zeigt Detailwerte von Festplatten und SSDs, kann interne Selbsttests starten und hilft, den Gesundheitszustand von Datenträgern einzuschätzen.
Hackerangriff Unbefugter Zugriff auf Systeme oder Daten. Folgen können das Löschen, Verändern oder Kopieren sensibler Informationen sein. In solchen Fällen werden oft sowohl Datenrettung als auch IT-Forensik benötigt, um Daten zurückzugewinnen und den Ablauf zu klären.
Hard Disk Sentinel Überwachungsprogramm für HDDs und SSDs. Es beobachtet Temperatur, S.M.A.R.T.-Werte und Leistung, erstellt Verlaufsprotokolle und warnt bei deutlicher Verschlechterung, damit rechtzeitig ein Backup erstellt werden kann.
Hardware-RAID RAID-Verbund, der von einem eigenen Controller mit eigener Elektronik gesteuert wird. Der Controller übernimmt Paritätsberechnung und Datenverteilung und entlastet so den Hauptprozessor.
HD Tune Windows-Tool zum Testen und Bewerten von Festplatten. Es misst Transferraten, kann Oberflächenscans durchführen und zeigt grundlegende S.M.A.R.T.-Informationen an.
HDD (Hard Disk Drive) - Festplatte Klassischer Massenspeicher mit rotierenden Magnetscheiben und beweglichen Köpfen. HDDs bieten viel Speicherplatz zu niedrigen Kosten, sind aber empfindlich gegenüber Stößen und mechanischem Verschleiß.
Headcrash Schwerer physischer Festplattenschaden, bei dem der Lesekopf die Plattenoberfläche berührt und Material abträgt. Die betroffenen Bereiche sind danach meist endgültig zerstört und ein Großteil der Daten dort nicht mehr rettbar.
IT-Forensik Fachgebiet, das digitale Geräte und Daten gezielt untersucht, um Vorfälle wie Angriffe, Betrug oder Datenmanipulation aufzuklären. Ziel ist die Gewinnung und Auswertung gerichtsverwertbarer Spuren.
JBOD (Just a Bunch Of Disks) Zusammenfassung mehrerer Festplatten ohne RAID-Funktion. Die Laufwerke werden als ein großer Speicherbereich genutzt, ohne Redundanz – fällt eine Platte aus, sind die darauf gespeicherten Daten verloren.
Lagerschaden Defekt der Lager des Spindelmotors einer Festplatte. Er führt zu Geräuschen, Vibrationen und im Extremfall dazu, dass sich die Platten nicht mehr drehen. Ein Lagerschaden kann nur im Labor behoben werden.
Lesekopf (Read/Write Head) Mikroskopisch kleiner Kopf, der über den Magnetscheiben schwebt und Daten liest oder schreibt. Pro Plattenseite gibt es in der Regel einen Kopf. Defekte Köpfe können zu Klickgeräuschen, Lesefehlern oder einem Headcrash führen.
Live-Analyse Forensische Untersuchung eines laufenden Systems. Dabei werden flüchtige Daten wie RAM-Inhalt, aktive Netzwerkverbindungen und laufende Prozesse gesichert, bevor das Gerät ausgeschaltet wird.
Macrium Reflect Backup- und Imaging-Software für Windows. Sie kann komplette Systemabbilder oder einzelne Partitionen sichern und ermöglicht im Notfall die schnelle Rücksicherung eines funktionsfähigen Zustands.
Magnetscheibe (Platter) Runde, magnetisch beschichtete Scheibe im Inneren einer HDD. Die Daten werden in konzentrischen Spuren auf diesen Plattern gespeichert. Kratzer oder Abrieb führen zu dauerhaftem Datenverlust an den betroffenen Stellen.
MBR (Master Boot Record) Älteres Partitionierungsschema und zugleich der erste Sektor klassischer BIOS-Datenträger. Er enthält Bootcode und die Partitionstabelle. Ist der MBR beschädigt, werden Partitionen oft nicht mehr richtig erkannt oder das System startet nicht.
MiniTool Partition Wizard Partitionierungsprogramm für Windows mit grafischer Oberfläche. Es hilft beim Erstellen, Vergrößern, Verkleinern und Verschieben von Partitionen und kann in vielen Fällen auch verlorene Partitionen wiederherstellen.
NAS (Network Attached Storage) Netzwerkspeichergerät, das Dateien zentral im Heim- oder Firmennetz bereitstellt. Häufig sind mehrere Festplatten im RAID-Verbund eingebaut, die über LAN von mehreren Geräten genutzt werden.
NTFS (New Technology File System) Standard-Dateisystem moderner Windows-Versionen. Es unterstützt große Dateien und Volumes, Zugriffsrechte, Verschlüsselung und Journaling. Nach Abstürzen können Prüfprogramme wie chkdsk logische Fehler erkennen und beheben.
Parität (Parity) Zusätzliche Prüfinformation in RAID-Systemen. Aus Paritätsdaten können fehlende Nutzdaten bei Ausfall einer Festplatte berechnet werden – Grundlage der Redundanz bei vielen RAID-Leveln.
Partition Logisch abgegrenzter Bereich eines Datenträgers, den das Betriebssystem als eigenes Laufwerk behandelt. Werden Partitionen falsch verändert oder gelöscht, erscheinen Daten oft verschwunden, obwohl sie technisch noch vorhanden sein können.
Partitionstabelle Struktur am Anfang eines Datenträgers, die festlegt, wo welche Partition beginnt und endet. Ist sie beschädigt, kann das System Partitionen nicht mehr zuordnen. Tools wie TestDisk können solche Tabellen häufig rekonstruieren.
PC Inspector File Recovery Kostenloses Datenrettungsprogramm für Windows. Es kann gelöschte Dateien auf FAT- und NTFS-Datenträgern wiederfinden und in vielen Fällen auch verlorene Partitionen erkennen und rekonstruieren.
PCMCIA (PC Card) Ehemaliger Steckkarten-Standard für Notebooks, über den unter anderem Speicher- und Netzwerkkarten betrieben wurden. Heute weitgehend durch USB und andere Schnittstellen ersetzt.
Penetrationstest Simulierter Angriff auf IT-Systeme, der von Sicherheitsexperten durchgeführt wird. Ziel ist es, Sicherheitslücken aufzuspüren, bevor echte Angreifer sie ausnutzen können.
Phishing Trickbetrug mittels gefälschter E-Mails, SMS oder Webseiten, um Zugangsdaten oder andere sensible Informationen zu stehlen. Häufiges Ziel sind Online-Banking, Kundenkonten und Unternehmenszugänge.
PhotoRec Open-Source-Tool zur Wiederherstellung von Dateien anhand ihrer Dateisignaturen. Es durchsucht Datenträger sektorweise und eignet sich besonders für Fotos und Videos auf beschädigten oder formatierten Speicherkarten.
Puran File Recovery Kostenloses Windows-Programm zur Wiederherstellung gelöschter Dateien. Es bietet schnelle und tiefgehende Scans und stellt die gefundenen Daten übersichtlich dar.
RAID (Redundant Array of Independent Disks) Verbund mehrerer Festplatten zu einem logischen Laufwerk. Je nach RAID-Level stehen höhere Geschwindigkeit, mehr Ausfallsicherheit oder beides im Vordergrund – ein Backup ersetzt ein RAID jedoch nicht.
RAID 0 RAID-Level ohne Redundanz. Daten werden auf mehrere Festplatten verteilt, was die Leistung steigert. Fällt eine Platte aus, sind alle Daten des Verbunds verloren.
RAID 1 Spiegelung von mindestens zwei Festplatten. Alle Daten liegen doppelt vor. Fällt eine Platte aus, bleiben die Informationen auf der anderen erhalten – der nutzbare Speicher halbiert sich.
RAID 10 (RAID 1+0) Kombination aus RAID 1 und RAID 0. Daten werden zuerst gespiegelt und anschließend über mehrere Platten verteilt. Das bietet hohe Leistung und Redundanz, erfordert aber mindestens vier Festplatten.
RAID 5 Beliebtes RAID-Level mit verteilter Parität auf mindestens drei Festplatten. Es erlaubt den Ausfall einer Platte, ohne dass sofort Daten verloren gehen, und bietet eine gute Mischung aus Kapazität und Ausfallsicherheit.
RAID 6 RAID-Level mit doppelter Parität. Es verkraftet den gleichzeitigen Ausfall von zwei Festplatten und wird dort eingesetzt, wo besonders hohe Datensicherheit gefordert ist.
RAID-Controller Spezielle Hardware oder Firmware, die ein RAID-System steuert. Sie verteilt Daten und Paritätsinformationen auf die Festplatten und verwaltet Rebuilds nach Plattenausfällen.
Ransomware Erpressungssoftware, die Dateien verschlüsselt und Lösegeld fordert. Ohne korrekten Schlüssel bleiben die Daten unlesbar. Datensicherungen und forensische Analyse sind hier besonders wichtig.
Rebuild Wiederaufbau eines RAID-Systems nach Austausch einer defekten Festplatte. Die fehlenden Daten werden aus den verbliebenen Platten und den Paritätsinformationen neu berechnet und auf die Ersatzplatte geschrieben.
Recuva Einfaches Datenrettungsprogramm für Windows. Es hilft Privatnutzern, versehentlich gelöschte Dateien von Festplatten, USB-Sticks und Speicherkarten wiederzufinden – bei schweren Hardwaredefekten stößt es an Grenzen.
Redundanz Mehrfach vorhandene Daten zur Erhöhung der Ausfallsicherheit. In Speichersystemen bedeutet das, dass Informationen zusätzlich gespiegelt oder mit Parität gesichert werden, um einen Plattenausfall abzufangen.
Reinraum Staubarme Laborumgebung mit gefilterter Luft, in der Festplatten sicher geöffnet werden können. Dort werden zum Beispiel Köpfe getauscht oder Plattenpakete umgesetzt, ohne die empfindlichen Oberflächen durch Partikel zu beschädigen.
R-Studio Professionelles Datenrettungstool für komplexe Fälle. Es unterstützt viele Dateisysteme, kann RAID-Verbünde rekonstruieren, Images erzeugen und Hex-Analysen durchführen – typischerweise im Experteneinsatz.
S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) Selbstdiagnosesystem moderner Festplatten und SSDs. Es protokolliert verschiedene Gesundheitswerte des Laufwerks und ermöglicht es, drohende Ausfälle frühzeitig zu erkennen.
SAS (Serial Attached SCSI) Serielle Schnittstelle vor allem im Serverbereich. SAS-Laufwerke sind für Dauerbetrieb, hohe Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit ausgelegt und können oft zusammen mit SATA-Laufwerken am selben Controller betrieben werden.
SATA (Serial ATA) Heutiger Standardanschluss für Festplatten und viele SSDs im PC-Bereich. SATA löste das parallele ATA ab und bietet hohe Übertragungsraten bei schlanken Kabeln.
SD-Karte (Secure Digital) Sehr verbreitete Speicherkarte für Kameras, Smartphones und andere Geräte. Defekte Controller oder beschädigte Flash-Chips können dazu führen, dass sie plötzlich nicht mehr lesbar ist – dann hilft oft nur eine Laborrettung.
Server Rechner, der im Netzwerk Dienste oder Dateien bereitstellt. Fällt ein zentraler Server aus, sind oft viele Benutzer oder Anwendungen betroffen – dann ist schnelle Datenrettung besonders wichtig.
Software-RAID RAID-Verbund, der durch das Betriebssystem oder eine Softwarelösung gesteuert wird. Er benötigt keinen separaten Hardware-Controller, nutzt aber die CPU des Systems für die Paritätsberechnung.
Spiegelung (Mirroring) Speicherverfahren, bei dem alle Daten gleichzeitig auf mindestens zwei Festplatten geschrieben werden. Es sorgt für hohe Verfügbarkeit, da beim Ausfall einer Platte eine identische Kopie bereitsteht.
Spindelmotor Motor in einer Festplatte, der die Magnetscheiben mit konstanter Drehzahl rotieren lässt. Versagt der Spindelmotor, dreht die Platte nicht mehr hoch – ohne Laborverfahren ist dann kein Zugriff auf die Daten möglich.
SSD (Solid State Drive) Halbleiterlaufwerk ohne bewegliche Teile. SSDs sind deutlich schneller als HDDs und stoßunempfindlicher, reagieren aber sensibel auf Controller- oder Firmwarefehler. Professionelle Rettung ist technisch aufwendiger als bei klassischen Festplatten.
Stromausfall Plötzliche Unterbrechung der Stromversorgung. Wird ein PC oder RAID-System dabei unsauber abgeschaltet, können Dateisysteme beschädigt oder RAID-Verbünde inkonsistent werden.
TestDisk Mächtiges Open-Source-Tool zur Wiederherstellung verlorener Partitionen und reparierter Bootsektoren. Es eignet sich besonders, wenn eine Festplatte plötzlich als leer oder unformatiert erscheint.
Überhitzung Zu hohe Betriebstemperatur eines Datenträgers. Langfristig beschleunigt sie Verschleiß, kurzfristig kann sie zu Ausfällen, Lesefehlern oder Deformation von Bauteilen führen.
Überspannung Kurzzeitige Spannungsspitze im Stromnetz, etwa durch Blitzschlag oder defekte Netzteile. Sie kann elektronische Bauteile eines Datenträgers zerstören und führt oft zu plötzlichen Totalausfällen.
USB-Stick Kleiner, tragbarer Flash-Datenträger für den schnellen Austausch von Dateien. Unsachgemäßes Abziehen, physische Belastung oder Controller-Defekte können ihn schlagartig unlesbar machen.
USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) Gerät, das angeschlossene Systeme bei Stromausfall kurzfristig weiter versorgt. So können Server oder NAS kontrolliert heruntergefahren werden, was Dateisystemschäden und Datenverlust vorbeugt.
VeraCrypt Open-Source-Software zur Verschlüsselung von Dateien, Containern und ganzen Datenträgern. Sie schützt Daten zuverlässig vor unbefugtem Zugriff – ohne Passwort oder Schlüssel ist eine Wiederherstellung praktisch unmöglich.
Verschleiß Allmähliche Abnutzung von Speichermedien durch Alter und intensive Nutzung. Sie zeigt sich bei HDDs z.B. in steigenden Fehlerwerten, bei SSDs in begrenzten Schreibzyklen – regelmäßige Backups sind die einzige Antwort darauf.
Versehentliches Löschen Unbewusstes Entfernen von Dateien oder Ordnern. Solange der Speicherplatz nicht überschrieben wurde, lassen sich die Inhalte meist mit Datenrettungssoftware oder im Labor wiederherstellen.
Virus (Computervirus) Schadprogramm, das sich selbstständig verbreitet und Dateien verändern, verschlüsseln oder löschen kann. Nach einem Virenbefall lassen sich oft zumindest Teile der nicht überschriebenen Daten wiederherstellen.
Wasserschaden Beschädigung eines Datenträgers durch Wasser oder andere Flüssigkeiten. Elektronik und Metallteile können korrodieren – das Medium sollte keinesfalls eingeschaltet, sondern schnellstmöglich professionell gereinigt und getrocknet werden.
Wise Data Recovery Kostenloses Windows-Tool zur Wiederherstellung gelöschter Dateien. Es eignet sich für einfache Fälle und findet verlorene Dokumente, Fotos oder E-Mails auf Festplatten und USB-Medien.
Wise Disk Cleaner Programm zur Systemreinigung, das temporäre Dateien, Browser-Caches und andere Datenreste entfernt. Auf Wunsch bietet es zusätzlich eine einfache Defragmentierung für HDDs.
Zeitleiste (Timeline) Chronologische Darstellung von Ereignissen auf einem System. In der IT-Forensik zeigt eine Timeline zum Beispiel, wann Dateien erstellt, geändert oder gelöscht und welche Programme gestartet wurden.

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